Bei einem Notfall muss als Erstes die Lage genau erkundet werden:  

  • Art des Notfalles (Brand, Unfall, Personenbergung, etc.)
  • Lage des Ereignisses (Hausnummer, Straßenkilometer)
  • Anzahl der beteiligten Personen (Verletzte)

Bitte versuchen Sie möglichst ruhig die Vorkommnisse zu schildern.
Falls die Notrufe für die Feuerwehr und Rettungsdienst unter 110 abgegeben werden, laufen diese bei der Polizei auf. Von dort müssen sie erst weitergeleitet werden. Das kostet wertvolle Zeit!!!

Deshalb wählen sie die direkte Notrufnummer 112 der Feuerwehr Leitstelle. Dies hat dann den Vorteil, dass der Anrufer direkt mit dem Disponenten spricht, der dann auf Grund gezielter Nachfragen die Lage besser beurteilen kann und so gezieltere Alarmierungen möglich sind.

Antworten Sie bitte auf die Fragen des Disponenten in der Leitstelle, der Ihren Anruf entgegen nimmt. Beantworten Sie auch die Fragen, die Ihnen überflüssig oder unangebracht erscheinen.

Wichtige Information für Mobiltelefonbesitzer!
Ihr Mobiltelefon wählt automatisch die nächste Notrufleitstelle an. Diese könnte unter Umständen in einem anderen Kreis liegen. Deshalb immer genau den Standort und die Stadt angeben.


Was passiert bei einem Notruf ?
Wer bei einem Notfall im Kreis Segeberg die Notrufnummer 112 wählt, wird automatisch mit der Einsatzleitstelle in Norderstedt verbunden. Noch während der Mitarbeiter in der Einsatzleitstelle (Disponent) alle wichtigen Daten zu diesem Notfall durch ein Abfrageschema ermittelt, gibt er diese Daten in den Einsatzleitrechner ein.

Die Einsätze der Feuerwehr und des Rettungsdienstes im Kreis Segeberg werden durch das voll automatisierte und rechnergestützte Einsatzleitsystem koordiniert.

Wichtig!

Wir möchten Sie darauf hinweisen, das böswillige Abgaben von Notrufen 
mit Geldstrafen belangt und in manchen Fällen gerichtlich verfolgt werden! Die Leitstelle verfügt über Einrichtungen, die die Telefonnummer des Anrufers registriert. Sollten Sie sich nicht sicher sein, ob tatsächlich eine Schadenslage vorliegt, teilen Sie dies dem Disponenten mit. Nennen Sie ihm unbedingt ihre persönlichen Daten! Falls nun wirklich kein Einsatz erforderlich sein sollte, ist dies kein böswilliger Alarm beziehungsweise Unfug mehr, sondern lediglich blinder Alarm, und der ist nicht strafbar. Im übrigen sollte man sicher sein, das man lieber einmal zu oft um Hilfe ruft, als es in der entscheidenden Situation zu versäumen. Dieses Versäumen ist dann nämlich wieder strafbar.

Was müssen Sie bei einem Notruf angeben:

Wer meldet den Notfall? Name, Straße, Hausnummer, Ort, ggf. Telefonnummer

Wo ist es passiert? Im Ort:  Name, Straße, Hausnummer (ggf. Stockwerk), Ort; evtl. Orientierungspunkte angeben.

Was ist passiert? kurze Beschreibung der Notfallsituation: Feuer, Verkehrsunfall, Gefahrgutunfall,...

Wieviel Verletze? Anzahl der Verletzten, eingeklemmte Person, Menschen in Gefahr bestimmt den Umfang der einzusetzenden Rettungsmittel.

Warten auf Rückfragen!

Falls Sie in der Aufregung einen der Punkte vergessen zu nennen, wird der Disponent nachfragen. Aus diesem Grund immer auf Rückfragen warten.
 
Nicht Sie, sondern der Disponent beendet das Gespräch, wenn er alle notwendigen Informationen von Ihnen erfahren hat.
 

WICHTIG! Ruhe bewahren, schnell handeln. Vor jedem Löschversuch die Feuerwehr alarmieren.


Bitte beachten Sie folgende Punkte in einem Schadensfall:
  • Bis zum Eintreffen der Feuerwehr sollte die Zeit für Selbsthilfemaßnahmen genutzt werden, sofern keine Gefahr für das eigene Leben besteht.
  • Unterschätzen Sie niemals die Gefahr, indem Sie glauben, das Feuer allein löschen zu können. Falscher Ehrgeiz ist gefährlich!
  • Gefährdete Personen verständigen, sofern erforderlich und möglich, aus dem Gefahrenbereich bringen, wenn nicht möglich, die Rettungskräfte informieren.
  • Wenn möglich, Brandbekämpfung mit vorhandenen Löschgeräten durchführen.
  • Wenn möglich brennbare Gegenstände aus der Nähe des Brandes entfernen.
  • Türen geschlossen halten, um die Ausbreitung von Rauch und Flammen zu vermeiden.
  • Eingeschlossene Personen sollen sich am Fenster bemerkbar machen.
  • Unter keinen Umständen Aufzüge benutzen. Durch den Rauch werden die Lichtschranken unterbrochen und die Türen schließen nicht mehr wenn Sie in ein verqualmtes Stockwerk gefahren sind. Erstickungsgefahr!
  • Anfahrten und Zugänge für die Feuerwehr freihalten. Schlüssel für verschlossene Räume bereithalten!
  • Nach Ankunft der Feuerwehr dem Einsatzleiter kurze und sachliche Auskunft geben über: Lage der Brandstelle, Ausdehnung des Brandes, Gefährliche Stoffe, Zugang zum Brandherd, Hinweise auf vermisste und gefährdete Personen.
  • Panik und kopfloses davonlaufen sind falsch.
  • Übersicht und Ruhe bewahren, Selbsthilfemaßnahmen einleiten.